Teil 28: Der Umbruch

Diese zweimal ersten Wochen waren begrenzt und liefen unwillkürlich auf den großen Umbruch zu. Der Umbruch brachte das Ende des Höhlendaseins mit sich und war das Thema seit Monaten, der Umzug. Geplant war es, dass sowohl Gianni als auch ich umziehen, in zwei nebeneinander liegende Wohnungen, die mit einem Durchbruch verbunden werden, sodass Milla hin und her spazieren kann und wir eine Gemeinschaftsküche haben, einen Familienraum. Ich wollte den Anfang machen. Meine Wohnung war frei und saniert. So der Plan. Aber Pläne ändern sich. Insbesondere je mehr Menschen in diese Pläne involviert sind. In meinem Fall waren es zu viele Menschen. Ich musste nun also ausziehen und hatte noch keinen Ort zum Einziehen. Die Sanierung war noch nicht abgeschlossen. Möbel, Kisten, Pflanzen, Klavier nun also alles in einen Raum, gestapelt bis fast unter die Decke. Tür zu und mit Klebeband versiegelt. Mit einem Koffer bei Gianni, drei Rucksäcken, fünf Umhängetaschen und gefühlten 740 Einzelteilen. Aber nur eine Woche und dann, ja dann beginnt die Tourzeit. Milla und ich schliefen also in seinem Bett, er auf dem Sofa und ich fand das erst befremdlich und dann gewöhnte ich mich daran und fand es schon fast erholsam, nicht dauernd an den eigenen Staubsauger zu denken. Abendessen manchmal zusammen und das ab 20h schreiende Baby wanderte von einem Arm zum anderen und zurück. Und schließlich den Inhalt von einem Koffer, drei Rucksäcken, fünf Umhängetaschen und gefühlten 740 Einzelteilen dezimiert auf einen Koffer und einen Rucksack. Mehr nahm die Fluggesellschaft nicht mit. Italien. Erste Tour im März. Florenz, Rom, Mailand. Drei Wochen lang.

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