Teil 22: Eltern II

Sie brachten Schokolade, wuschen Wäsche, kamen jeden Tag vorbei. Auf der Wöchnerinnenstation. Nachdem die Fruchtblase platzte. Plötzlich. Acht Wochen zu früh. Und noch dazu am Heimatort. Der Geburtstag der eigenen Mutter. Der letzte Familienbesuch vor dem Geburtsvorbereitungskurs sollte es sein. Aber noch war sie im Bauch. Damit alles gut. Nun Antibiotika in den linken Arm, Lungenreifungsspritzen ins rechte Bein, die gegen Thrombose ins linke Bein und das Fieberthermometer unter die rechte Achsel geklemmt, dazu ein: bloß nicht aufstehen! und fünf Tage später war sie trotzdem da: Milla.

weiter zu Teil 23: Erste Momente

Auch interessant

  • Teil 12: Moskau danach

    In Berlin einen Tag Ruhe voneinander, dann noch einen Versuch, gleich nach dem Frühstück. Liegenbleiben, Füße hoch. In Berlin war das weniger aufregend, aber irgendwie auch bequemer. Dann zurück zur Arbeit. Wie war deine Reise? Super! Moskau ist wirklich sehenswert, die riesigen Straßen, die hohen Häuser, diese Eiseskälte. Schon ein Erlebnis. War ich im Urlaub?…

  • Teil 36: Vierte Tour

    Italien rauf und runter. Inzwischen waren wir sooft hier, dass der Blick für die kleinen hübschen Nebensächlichkeiten schon fast abhanden kam. Wir lebten mit und gehörten dazu und doch nicht. Zumindest ich nicht. Ich spürte die Zwänge, in die eine Schwiegertochter geraten könnte und blieb doch Gast, weil ich genau das war, und bemühte mich…

  • Teil 21: Herbst

    Vor dem Fenster hatte der erste Tag mit Dauerregen begonnen und einem Wind dazu, der einem noch durch die Herbstjacke zog. Ich fing an zu Niesen und hatte das Bedürfnis nach Zimtsternen und Ingwertee. Es war klar, es ist Herbst.Mich beschlich dabei ein seltsames Gefühl, denn Herbst bedeutete, dass auch Weihnachten nicht mehr allzu fern…

  • Teil 28: Der Umbruch

    Diese zweimal ersten Wochen waren begrenzt und liefen unwillkürlich auf den großen Umbruch zu. Der Umbruch brachte das Ende des Höhlendaseins mit sich und war das Thema seit Monaten, der Umzug. Geplant war es, dass sowohl Gianni als auch ich umziehen, in zwei nebeneinander liegende Wohnungen, die mit einem Durchbruch verbunden werden, sodass Milla hin…

  • Teil 25: Frau-Sein, Mutter, back to the roots – Gott hab uns selig, die Warmherzigen

    Man sollte meinen, heute wäre Mutterschaft etwas Modernes im Traditionellen, etwas, das sich ins Jahr 2014 fügt. Es gibt Elternzeit und Elterngeld, Kita-Gutscheine, Tagesmütter und die altbewährten Großeltern. Und das ist toll. Ich habe mir bei meinem Kinderwunsch nicht ein einziges Mal finanzielle Sorgen gemacht. Damit können wir uns in Deutschland verdammt glücklich schätzen –…

  • Teil 17: Dingsbums

    Über Schwangerschaft zu schreiben ist müßig, da gibt es tonnenweise Material im Netz, in Büchern, bei Freundinnen und Müttern. Nur so viel: auch ich musste Kotzen, vier Monate lang und ja, es hörte tatsächlich plötzlich auf und ja es folgten gute Monate. Die danach kamen waren beschwerlicher, ein bisschen Alte-Frau-Gefühl vorweggenommen. Wir wussten, die ersten…