Teil 29: Erste Tour

Florenz, Rom, Mailand. Mit einem Taxi zum Flughafen. Wir hatten einfach zu viel Zeug für die S-Bahn. Mit dem Kinderwagen bis zum Gate. Sicherheitsgurt umlegen und Schwimmweste für Babies entgegennehmen. Milla schaute in ein Buch, schlief irgendwann ein und nach der Landung gähnte sie einmal kräftig. Das war es und wir waren da.

Erster Stopp bei den Großeltern. Florenz. Plötzlich richtig ausgeschlafen, Mittagsschlaf gemacht, in Ruhe geduscht, kein Staubsaugergedröhne, keine Windeln kaufen, keine Wäsche waschen. Ich machte ein Selfie und kam mir leer vor. Ich hatte augenblicklich jeden Tag Zeit für mich. Ich war überfordert. Wikipedia half, ein Museum, die Stadt und Giannis zahllosen Freunde und mir wurde klar, dass auch mein Leben jetzt wieder weiter ging. Milla befand sich in Omas und Opas Armen und meine waren frei und ich übte sie irgendwohin zu halten und mich dabei gut zu fühlen.

Rom. Die Sonne schien und die Stadt war völlig kinderwagenuntauglich. 250 Euro für Taxis in einer Woche. Wir schliefen bei einer von Giannis Freundinnen. Milla und ich im größten Bett. Sie mittendrin und genauso gut wie immer, wenn nicht sogar besser. Tagsüber Parks und etwas Sightseeing, abends Theater, Giannis Job. Valle Occupato, roter Samt und Milla in der Garderobe. Bei Papa bleiben, ohne Mama, nein, das wollte sie noch nicht und brüllte, dass es im Zuschauerraum zu hören war.

Mailand. Immer noch gutes Wetter. Wir schliefen wieder bei Giannis Freunden, diesmal Milla und ich in einem Kinderzimmer. Tagsüber wieder Parks und Sightseeing, abends Theater. Wieder roter Samt und wir mit dem Kinderwagen oben in der Loge. Am ersten Abend schafften wir den Anfang, am zweiten Abend nichts, am dritten Abend das Ende.

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