Teil 7: Und nun?

Der Knall kam ja nicht plötzlich. Der Zeitpunkt zwar schon, aber alles andere war absehbar. Die Entscheidung für ein Weitermachen als Single war schon getroffen bevor das Singlesein eingetreten war. Denn alles andere war da: Vater in spe, Freunde, Job, Familie, Sicherheiten. Und natürlich der Wunsch. Die liebe Psyche nur musste zuerst vom Püree wieder in eine Form mit vertikaler Position gebracht werden, bestenfalls Füße nach unten und Kopf nach oben, was aber für einen erwachsenen Menschen durchaus möglich ist und manchmal auch gar nicht so lange dauert. Zumindest grobmaschig. Das Feintuning dauert Jahre, das ist hinlänglich bekannt.

Trennung von Kinderwunsch und Partnerschaft

Es war mir jetzt offenbar, es musste diese Trennung passieren zwischen Kinderwunsch und Partnerschaft, diese tradierte Koppelung, die auch bei mir tief verankert war. Vom Kopf ging das gut, vom Gefühl brauchte es schon länger. Dass das in Richtung Experiment ging und doch über Jahrhunderte eigentlich genauso praktiziert wurde – was ist mit den ganzen nicht selbst gewählten Ehen, aus denen unzählige Kinder hervorgingen, bei denen die Eltern nebenher ihre eigentlichen Geliebten hatten – musste mir erst bewusst werden. Ist das also bei uns nun so anders? Abgesehen davon, dass wir nicht heiraten und dass wir unsere Familie von vornherein anders benennen?

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